Materialien und Tips
aus der Praxis der internationalen Begegnungen

Art/Ziel der Aktivität

Aktivitäten (für die Beschreibungen bitte auf die Einzelaktivitäten klicken)

Kennenlernen / Durchmischen und Festigen der Gruppe / Ice breaking / Warming up /Sprachanimation

Namensrunde mit Gesten
Die Gruppe zählt
Hallo, wie geht’s? mit Varianten
Gruppendurchmischung
Döner Kebap

Sprachanimation

Bewegte Sätze:

Sprachpartnerschaft

Protokoll, zur Selbstkontrolle von kleinen Gruppen

Stadterkundung

 

Kreatives Sprechen / Schreiben

 

 

Bewegte Sätze: Die deutsche Gruppe lernt einen italienischen Satz, wobei jedeR Deutsche ein italienisches Wort lernt (Bedeutung, Aussprache), dieses dann laut wiederholt und sich dabei im Raum bewegt. Die italienische Gruppe kommt hinzu und versucht, die Worte in die richtige Reihenfolge zu bringen. Am Ende bilden die nacheinander ausgesprochenen Worte den vorgegebenen Satz. Auch die italienische Gruppe experimentiert mit den unbekannten Lauten, wird aber wegen der großen Anzahl von italienischen TN geteilt, so dass zwei Sätze beigebracht werden und erraten werden müssen.(Anja Reefschläger, 2002)

 

Namensrunde mit Gesten: Aufstellung im Kreis,
Der erste / die erste sagt den eigenen Namen zusammen mit einer Geste,
Der zweite / die zweite wiederholt Namen und Geste des Vorgängers / der Vorgängerin
UND fügt den eigenen Namen und die eigene Geste hinzu.
Der dritte / die dritte wiederholt Namen und Gesten der Vorgänger
UND fügt den eigenen Namen und die eigene Geste hinzu.
Der vierte / die vierte ....

Namensrunde ohne Gesten: Aufstellung im Kreis,
Jede/r sagt den eigenen Namen.
Dann versucht der/die Gruppenleiter/in herumzugehen und alle Namen zu wiederholen, dies macht er/sie 2 oder 3 Mal. Dann sind einzelne TeilnehmerInnen dran. Sie gehen mit dem Gruppenleiter herum und machen das gleiche. ‘
Nach 2/3 Runden/TeilnehmerInnen wird ein Ball eingeführt.
Der/ die jewelige Teilnehmer/in muss a) Blickkontakt mit einem/r anderen TeilnehmerIn aufnehmen b) den Namen der/des Anderen rufen c) den Ball werfen.
Drauf achten, dass die TeilnehmerInnen diese Reihenfolge achten.
Wenn die Aktivitäten eingespiel ist, dann können andere Bälle eingeführt werden.
Desto mehr Bälle, desto konzentrierter müssen die TeilnehmerInnen sein

Kommentar: nur scheinbar zu schwierig! Die Aktivität kann nur klappen, wenn jede/r jeder/jedem anderen hilft.
Das generiert sofort Solidarität bzw. zeigt es sofort, wer weniger oder mehr solidarisch ist.

 

Die Gruppe zählt

Die Teilnehmer stellen sich in Kreis auf. Die Aktivität wird erklärt.
Wer will soll eine Geste anfangen, die anderen sollen ihm nachahmen. Wenn die ganze Gruppe die gleiche Geste durchführt, darf jede/r eine neue Geste machen, die dann von der gesamten Gruppe übernommen wird. Wenn es soweit ist, dass die ganze Gruppe die gleiche Geste macht, darf eine Person eine neue Geste einführen. Wenn mehrere Leute eine neue Geste gleichzeitig einführen, soll sich eine/r durchsetzen, erst dann kann man die Geste wechseln.
Die TeilnehmerInnen dürfen dabei nicht sprechen und auch keine offensichtliche Hinweise den anderen geben.

Dann geht es weiter mit dem eigentlichen Zählen.
Wer will soll mit “Eins” anfangen, wer will soll mit “zwei” folgen, und so weiter.
Die Zählung soll nicht langsam sein, keine grosse Pausen zwischen den Zahlen sollen vorkommen. Wenn mehrere Personen Nummer zeitgleich aufrufen, wird die Zählung  unterbrochen und fängt man wieder an.

Kommentar: wenn es nicht klappt, kann man die Gruppe dazu auffordern, dabei gemeinsam ein und auf zu atmen. Es muss aber nicht unbedingt klappen, wenn es nicht klappt, hat die Gruppe offensichtlich noch nicht genug Zusammenhalt entwickelt.

 

Hallo, wie geht’s? Gut, es geht, schlecht....
Come va ? Bene, così così, male...
Wo ist Alexander Platz? Hier, dort, (das) weiss ich nicht
Dov`è Alexander Platz ? Qui, lì, non lo so
Mögen Sie Süßes? Ja, bitte! Nein, danke! Überhaupt nicht!
Le piace il dolce? Si, prego! No, grazie! Assolutamente no!
Hast du verstanden? Ja, Viel! Ja, aber wenig! Kein Wort!
Hai capito? Si, molto! Si, ma poco! Niente!
Hast du gut geschlafen? Sehr gut, Danke! Zu wenig! Nichts!
Hai dormito? Molto bene, grazie! Troppo poco! Per niente!
...
Alle sitzen in einem Kreis, mit genau sovielen Stühlen wie die TeilnehmerInnen es sind.
Ein Stuhl fehlt, eine Person steht in der Mitte des Kreises.
Die Person in der Mitte des Kreises stellt jemandem im Kreis die Frage nach dem Befinden in Deutsch.
Es gibt drei mögliche Antworten. Bei der Antwort gut passiert nichts, bei es geht wechseln die beiden Nachbarn des Befragten die Plätze, bei schlecht suchen sich alle aus dem Kreis einen neuen Platz.
Wer keinen Platz findet, kommt in die Mitte.

Kommentar: am besten klappt es im Freien, auf weichem Boden (auf einer Wiese) und mit Plastikstühlen. Gegenständen mit scharfen Kanten (Tische, etc.) entfernen. Ich habe das aber auch mit älteren Menschen gemacht, und es funktionert, wenn alle Rücksicht auf die körperlichen Stärken und Schwächen jedes Einzelnen nehmen.
Variante, nur für Jugendlichen:  Alle stehen auf den Stühlen

 

Gruppe(n)durchmischung

Ziel: Gruppen von NICHT MEHR als 3 Personen zu bilden (über 3 Personen hinaus riskiert man die Spaltung in zwei Zweier-Gruppen) und dabei Sprach-, Sympathie-, Familiaritätsgrenzen und Ängste ausser Kraft zu setzen.
Methode: dreiteilige Splittersätze
(siehe Kopievorlage) oder  in drei Teilen geschnittene Postkarten bzw. Bilder werden gemischt und verteilt, die TeilnehmerInnen müssen aufstehen und die Sätze bzw. die Postkarten wieder zusammenstellen
und dadurch eine Dreier Gruppe bilden, die gemeinsame Aufgaben löst.
Die erste Aufgabe ist immer: “Sich gegenseitig vorstellen”
Die zweite (bei großen Gruppen) ist : “Da es nicht genug Zeit gibt, um alle vorzustellen,
bestimmen Sie in der Gruppe eine einzige Person, die im Plenum danach vorgestellt wird”

Kommentar: Wenn die Gruppe diese Aufgabe als zu selektiv empfindet, wird die Gruppe selbst eine Lösung aushandeln, z.B. entscheiden, sich mehr Zeit für die Vorstellungen zu nehmen, damit alle im Plenum vorgestellt werden, oder etwas anderes. Dadurch werden aber alle aufmerksam zuhören oder die Störer selbst ermahnen,  weil die Gruppe selbst entschieden hat, mehr Stress auf sich zu nehmen.

Beispiele von Aufgaben in den kleinen Gruppen
- Welches Bild habt ihr von Berlin, was fällt Euch dazu ein. Möglichkeit der Darstellung als Sketch, als Bild, als Pantomime o.ä. später im Plenum (zeitaufwendig!)
- Was erwartet ihr von dieser Woche? Was soll auf jeden Fall passieren und was keinesfalls?
- Was habt ihr mitgebracht und was wollt ihr aus dieser Begegnung mitnehmen?

Vorstellung der Ergebnisse der Gruppenarbeit
Bei Vorstellungen von Personen am Anfang einer Begegnung:
jede/r stellt eine/n andere/n vor, nie sich selbst

 

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